Die Stadt Zürich führt regelmäßig Bevölkerungsbefragungen durch, um die Zufriedenheit und Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohner zu ermitteln. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass Wohnraum und Verkehr die drängendsten Probleme für die Zürcher Bevölkerung darstellen.
Wohnraum als Hauptsorge
Erstmals steht das Thema Wohnraum an der Spitze des Sorgenbarometers. 56 Prozent der Befragten nannten den Mangel an bezahlbarem Wohnraum als größte Sorge. Zwei Drittel der Teilnehmenden bewerteten das Wohnungsangebot mit den Noten 1 oder 2, was auf eine hohe Unzufriedenheit hindeutet. Zudem sind 83 Prozent der Meinung, dass die Stadt zu wenig unternimmt, um den Bau von günstigen, gemeinnützigen Wohnungen zu fördern.
Verkehr bleibt problematisch
Der Verkehr, der über zwei Jahrzehnte hinweg die Hauptsorge war, steht nun an zweiter Stelle. Besonders die Zufriedenheit mit dem Veloverkehr ist gering: Rund die Hälfte der Bevölkerung bewertet die Situation für Velofahrer als ungenügend. Auch beim Autoverkehr sind etwa 43 Prozent unzufrieden. Interessanterweise sind Personen, die häufiger Velo fahren, unzufriedener mit der Verkehrssituation als Gelegenheitsfahrer.
Unterschiede zwischen den Quartieren
Die Zufriedenheit variiert je nach Quartier. In Alt-Wiedikon und Mühlebach geben rund 81 Prozent der Bewohner an, sehr gerne in Zürich zu leben. In Hirzenbach liegt dieser Anteil bei 62 Prozent. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der Wahrnehmung von Ruhe, Sauberkeit und Grünflächen wider.
Fazit
Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung zeigen, dass trotz hoher Lebensqualität in Zürich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die Verkehrssituation zentrale Anliegen der Bevölkerung sind. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt auf diese Herausforderungen reagieren wird.

